1010music hat den Blackbox 2 auf der Superbooth 2026 vorgestellt, und die Kennzahl, die auffällt, ist simpel: Die kompakte Sampling-Workstation läuft laut den von Synth Anatomy und KVR Audio bestätigten Spezifikationen jetzt mit rund der doppelten Rechenleistung des Originals. Doch für alle, die das Gerät tatsächlich zu einem Gig schleppen, ist der Leistungssprung nicht die eigentliche Story. Der Akku ist es.
Warum ist ein Akku für einen Hardware-Sampler so wichtig?
Seit seinem Start hat sich der originale Blackbox als fester Bestandteil von DAWless- und Nur-Hardware-Setups etabliert: ein eigenständiger Vierspur-Sampler, kompakt genug, um ein ganzes Live-Set zu tragen, ohne je einen Laptop zu öffnen. Seine einzige echte Schwäche war die Stromversorgung. Man brauchte ein Netzteil oder musste sich mit einer per Klebeband am Rig befestigten USB-Powerbank behelfen, genau die Art Notlösung, die auf einer Open-Air-Bühne, in einem Warehouse mit einer einzigen überlasteten Mehrfachsteckdose oder in einer DJ-Booth ohne freie Steckdose versagt. Der Blackbox 2 bringt einen 3-Stunden-Akku mit, bestätigt sowohl von MusicRadar als auch von KVR Audio, der aus „technisch portabel“ endlich „wirklich portabel“ macht: einpacken, zur Booth laufen, erst später zum Laden anschließen.
Was ist das Shredder-Instrument?
Neben den üblichen Instrumententypen One-Shot, Loop, Slicer und Multisample fügt 1010music Shredder hinzu, laut KVR-Audio-Berichterstattung eine Kombination aus granularer Synthese und Slicing-Techniken, die aus einem Sample eine fragmentierte, zerrissene Bewegung erzeugt. Für alle, die live Breakbeat-, Minimal- oder Deep-Tech-Texturen bauen, ist das ein Werkzeug, um einen Loop spontan auseinanderzureißen statt ihn sauber zu triggern, ganz ohne Laptop-Plugin.
"Der Blackbox 2 ist der Erbe seines eigenen tragbaren Sampler-Throns, mit mehr kreativen Funktionen für Studio und Bühne. Ein noch eleganterer Workflow, hervorragender Klang, branchenübliche Anschlüsse und ein tragbares Format.", 1010music
Was kostet er, und wann bekommt man tatsächlich einen?
Der Blackbox 2 kostet 649 USD (759€), erhältlich zur Vorbestellung bei autorisierten Händlern, mit ursprünglich für Juli 2026 angesetztem Versand. Dieser Termin ist inzwischen verstrichen, und Anfang August tauchten laut der Berichterstattung von Synth Anatomy vom 7. August bereits Einheiten bei Händlern als verfügbar auf. Wer noch auf seine Vorbestellung wartet, sollte deshalb direkt beim Händler nachfragen statt anzunehmen, dass das ursprüngliche Zeitfenster noch gilt. Auch der Bildschirm wächst vom beengten Original-Display zu einem hochauflösenden 4-Zoll-Touchscreen, mit neuen, darum herum gebauten Launch-, Szenen-, Song- und Mixing-Ansichten, und das Gerät erhält zwei USB-C-Anschlüsse (einen Host, einen Device) für mehrkanaliges USB-Audio und MIDI, praktisch für alle, die Stems ohne zusätzliches Interface zum Aufnehmen auf einen Laptop streamen wollen.
Warum das wichtig ist
Ein Sampler, der drei Stunden am Akku durchhält und gleichzeitig mehrkanaliges Audio über USB streamen kann, schließt die Lücke zwischen "Hardware-Jamsession" und "verlässlichem Live-Rig", genau das, was Gear, das man im Studio liebt, von Gear unterscheidet, dem man auf einer echten Bühne wirklich vertraut.



