Was hat Andy Stott für Late Loop weggelassen?
Andy Stott beendet fünf Jahre Studiostille, und zwar indem er fast alles weggelassen hat. Andy Stott veröffentlicht sein neues Album Late Loop am 30. Oktober bei Modern Love, sein erstes Album seit Never the Right Time (2021). Für einen Produzenten, dessen Ruf auf erdrückenden Bässen und industriellem Nebel beruht, ist der Nachfolger eine bewusste Übung in Reduktion: keine Bässe, kein Hall, und als einziger erlaubter Effekt ein Delay. Das Ziel, so wurde es dargestellt, war es, den eigenen Prozess zurückzusetzen und bei echten Songs statt bloßen Texturen zu landen, eine ungewöhnliche Disziplin für jemanden, der über ein Jahrzehnt lang seine Tracks eher verdichtet als ausgedünnt hat.
Das Achttrack-Album teilt sich zu gleichen Teilen zwischen zwei Stimmen auf, eine Struktur, die zum ersten Mal in Stotts Diskografie den Gesang statt der Bässe in den Mittelpunkt stellt.
Wer singt auf Late Loop?
Alison Skidmore, seine frühere Klavierlehrerin und langjährige Gesangspartnerin, ist seit Luxury Problems (2012) und Faith in Strangers (2014) auf Stotts Platten zu hören; hier kehrt sie bei „Cold Welcome", „Sunday Fast", „2024-2" und dem Titeltrack zurück. Die anderen vier Songs, darunter die Single „Something in Mind", stellen Elaine Howley vor, einen neuen Namen in Stotts Diskografie. Ihr Song bewegt sich in nebligen Trip-Hop- und Downtempo-Texturen, näher an einer geflüsterten Ballade als an allem, was auf Faith in Strangers zu hören war.
Das Video, inszeniert von Kitty Handley, passt zu diesem Nebel: zurückhaltend, schwach beleuchtet, aufgebaut um Howley statt um Stotts übliche Maschinerie.
Wie geht es für Stott weiter?
Das Cover von Late Loop nutzt Fotografien von Myriam Boulos, das Album ist bereits vorbestellbar. Stott bringt das Album schon vor dem Erscheinen live auf die Bühne: Club Space in Miami am 2. Oktober, ein Termin in North Carolina am 3. Oktober, dann die Cité du Design in Saint-Étienne am 6. November, die ersten bestätigten Termine seit der Albumankündigung.



