Was genau hat Carl Cox zum Film beigetragen?

Techno-Pionier Carl Cox hat laut Resident Advisor drei Originaltitel für Andy Serkis' animierte Adaption von George Orwells Farm der Tiere komponiert, die am 24. Juli 2026 in den Kinos in Großbritannien und Irland anlief. Die Stücke, "The Rogues", "Drone Farm" und "My Bunker My Party", reihen sich in einen Soundtrack ein, dessen Hauptmusik von Heitor Pereira stammt, dem Komponisten von Minions und Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch. Der komplette Soundtrack, veröffentlicht über Lakeshore Records, umfasst 42 Titel.

Für Cox ist das eine Premiere. In vier Jahrzehnten hinter den Decks, von den frühen Acid-House-Raves bis zu seinen stundenlangen Sets auf den Bühnen des Ultra Music Festival, wurde er noch nie für einen Spielfilm-Soundtrack gecredited.

Warum komponiert ein Techno-DJ die Musik für eine Orwell-Adaption?

Cox nannte das Projekt laut Resident Advisor "etwas anderes" und sagte, das Komponieren für Film habe sich wie "eine natürliche Erweiterung meines Weges" angefühlt.

"Es fühlte sich an wie eine natürliche Erweiterung meines Weges", sagte Cox über die Animal-Farm-Sessions und beschrieb sie als "etwas anderes".

Ein bemerkenswerter Satz von jemandem, dessen gesamte Karriere auf der körperlichen, unmittelbaren Sprache des Club-Sets aufgebaut ist. Für Film zu komponieren bedeutet, auf ein bereits fixiertes Bild zu schreiben, sich dem Erzähltempo einer anderen Person unterzuordnen, statt in Echtzeit die Spannung für eine Tanzfläche aufzubauen, ganz anders als die langen, improvisierten Sets, für die Cox bekannt ist.

Was bedeutet das für Techno im Film?

Das Sprecherensemble von Animal Farm umfasst unter anderem Seth Rogen, Steve Buscemi, Glenn Close, Kieran Culkin und Woody Harrelson für eine Animationsadaption einer der meistgelesenen politischen Satiren des 20. Jahrhunderts, eine enorme Sichtbarkeit für alle, die daran beteiligt sind. Für Cox ist es eine Anerkennung weit jenseits der Clubkultur: der Beweis, dass ein DJ, der für 24-Stunden-Sets und Ibiza-Residencies steht, auch nach Vorgabe eines Regisseurs komponieren kann.

Das passt zudem zu einem größeren Trend: Große Studios suchen zunehmend nach Figuren aus der elektronischen Musik, die eine unverwechselbare klangliche Handschrift statt eines generischen Orchesterunterbaus liefern. Ob Cox diesen Weg weiterverfolgt, bleibt abzuwarten, aber der Credit verändert schon jetzt, wie die Branche künftig mit ihm arbeiten könnte.