Was unterscheidet das Bad Mood vom ursprünglichen Mood?
Chase Bliss hat sich seinen Ruf mit Pedalen erarbeitet, die sich eher wie generative Instrumente verhalten als wie starre Effekte, und das Chase Bliss Mood von 2023, gefolgt vom stereofonen Mood MKII, wurde genau deshalb zum festen Bestandteil vieler Ambient- und Experimental-Setups: ein Micro-Looper, der Audio in etwas Unerkennbares verwandelte, im positiven Sinn. Das Bad Mood behält Gehäuse und Grundparameter des Vorgängers bei, aber alle Algorithmen darunter sind neu und sollen rauer, glitchiger und instabiler klingen als das glatte Klangbad des Originals.
Wie funktioniert dieser Dual-Kanal wirklich?
Das Pedal teilt sich in zwei Sektionen, die miteinander interagieren. Die rechte Seite beherbergt einen Micro-Looper, der eingehendes Audio fragmentiert und auf eine Weise neu zusammensetzt, die der Musiker nicht vollständig kontrolliert, während die linke Seite einen Wet-Kanal mit Delay, Reverb und Harmonizer laufen lässt. Eine globale „Glue“-Sektion, zugleich Sättiger und Zerstörer, liegt über beiden Kanälen und hält das Chaos zusammen. Das Delay kommt in den Modi Relay, Flip und Soup, der Reverb in Burst, Radio und Mask, und der Radio-Modus ist der auffälligste: Er schickt Loops durch fünf simulierte Sender, Tape, Ambient, Orchestral, Shoegaze und Dance, jeder setzt das Material mit eigenen Glitches und Unterbrechungen neu zusammen. Ein Clock-Regler verschiebt die Samplerate beider Kanäle synchron, ein Dynamic-Regler macht die gesamte Engine reaktiv auf die Spielweise.
Für wen ist das Pedal gedacht, und wie kommt man dran?
Das Bad Mood richtet sich an Ambient-, Experimental- und Modular-nahe Musiker, die Effekte längst als kompositorisches Werkzeug behandeln statt als bloße Verzierung, und die vollständige MIDI-Steuerung (die gesamte Engine, beide Kanäle und die Glue-Sektion) erlaubt es, sich im Live-Set an eine DAW oder einen Hardware-Sequencer zu koppeln, statt ein reines Bodentreter-Spielzeug zu bleiben. Es erscheint als Small-Batch-Auflage, also in limitierter Stückzahl statt als dauerhafter Katalogartikel, für 469 € in Europa (rund 399 $ in den USA) in zwei Farben. Vorbestellungen laufen bis zum 31. August 2026.



