Was brachte vier Teenager aus Chicago dazu, ein Picknick zu gründen?
1977 stellte Wayne Williams eine Gruppe von DJs aus der South Side zusammen, darunter Jesse Saunders, Tony Hatchett, Alan King und Andre Hatchett, die in House-Partys, Kellern und Schulcafeterien auflegten, Jahre bevor die Welt einen Namen für diese Musik hatte. Anfang der 1980er füllten sie bereits legendäre Clubs in Chicago, und Saunders veröffentlichte 1984 "On & On", eine der allerersten auf Vinyl gepressten House-Platten. 1990 hatten Williams und sein alter Freund Kim Parham eine einfache Idee: die alte Truppe zu einem Reunion-Picknick hinter dem Museum of Science and Industry einzuladen. Sechsunddreißig Jahre später ist aus diesem Hinterhoftreffen das Chosen Few Picnic and House Music Festival geworden, und dieselben Gründer-DJs wechseln sich noch immer auf der einen Bühne ab, auf die sie stets bestanden haben.
Wie zieht eine einzige Bühne im Jackson Park Zehntausende an?
Die 36. Ausgabe fand am 11. Juli 2026 von 10 bis 17 Uhr am Eingang 63rd Street/Hayes Drive im Jackson Park statt, laut 5 Magazine. Es gibt keine Nebenbühnen und kein verstecktes VIP-Zelt auf der Jagd nach einem Headliner. Alan King hat gesagt, dass eine einzige Bühne eine bewusste Entscheidung ist, um das Gefühl eines Familientreffens zu bewahren statt eines Festivals, das auf Livestreams ausgelegt ist.
Alan King sagte das gegenüber dem Hyde Park Herald:
"Wir sind bei unserer Formel geblieben. Wir haben eine Bühne. Wir haben nicht mehrere."
In diesem Jahr sorgten Barbara Tucker, Curtis McClain und Christine Wiltshire für Live-Gesang, während DJ Jazzy Jeff sein Picknick-Debüt neben Terry Hunter, Mike Dunn und Andre Hatchett gab. Auch Terry Hunters Sohn Tai legte auf und wurde damit wohl zum jüngsten DJ, der je auf der Bühne des Picknicks stand.
Was hat sich bei dieser 36. Ausgabe wirklich verändert?
Die Organisatoren nutzten das Jubiläum, um zu erweitern, was als Teil von Chicagos House-Erbe zählt, und holten DJ Slugo sowie den South-Side-Mixer Boolu Master, um Ghetto House und Juke zu vertreten, die schnelleren, reduzierteren Stile, die in den 1990ern und 2000ern aus House entstanden sind. "Slugo und Boolu gehören dazu. Sie stehen für House. Juke kommt aus House", sagte Terry Hunter gegenüber The TRiiBE. Für Slugo war es eine Premiere: "Ich bin dankbar, hier zu sein. Es ist das erste Mal, dass ich hier spiele. Ich glaube nicht, dass es das letzte Mal ist."



