Jahrelang war Echtzeit-Stems-Trennung, also das Aufsplitten eines Tracks in Gesang, Drums, Bass und Melodie im laufenden Set, eine reine Laptop-Angelegenheit. Sowohl Serato Stems als auch die Stems in rekordbox brauchen einen angeschlossenen Computer, der die Rechenlast übernimmt. Denon DJ hat diese Lücke gerade geschlossen: Der PRIME 4 G2, vorgestellt am 1. September 2026, rendert Stems vollständig intern, ganz ohne Laptop am Gerät.
Was macht das wirklich zu einer Premiere?
Laut DJ LIFE Magazine steckt im PRIME 4 G2 ein Achtkern-ARM-Prozessor mit 4 GB RAM, die vierfache Rechenleistung des ursprünglichen PRIME 4, und genau diese zusätzliche Power erlaubt es, die Stems-Trennung in Echtzeit zu berechnen, ohne die Arbeit an einen Computer auszulagern. Es handelt sich um ein eigenständiges Vier-Kanal-Vier-Deck-System für mobile Gigs, Clubs, Festivals und Events, wie Beatportal berichtet.
Das Gerät führt außerdem 16 MPCe-Performance-Pads mit Velocity, Druckempfindlichkeit und 3D-Erkennung ein, das erste Mal, dass Multizone-Pads dieser Art auf eigenständiger DJ-Hardware statt auf einem Studio-Produktions-Controller landen. Dazu kommen 8-Zoll-Jogwheels mit eigenem LED-Display und ein 10,1-Zoll-HD-Touchscreen: Der PRIME 4 G2 wirkt weniger wie ein kleines Update und mehr wie Denon, das jede verbliebene Lücke zwischen eigenständigem Gerät und Laptop-Setup schließt.
Der PRIME 4 G2 ist das erste eigenständige DJ-System, das Stems intern rendert, ganz ohne angeschlossenen Computer.
Warum ist integrierte Stems-Trennung wichtig?
Mobile und Club-DJs hatten einen echten Grund, auch nach dem Umstieg auf eigenständige Hardware einen Laptop im Booth zu behalten: Stems brauchten ihn. Das ist jetzt vorbei. Mit der Engine-DJ-Software, die Stems bereits integriert, streamt der PRIME 4 G2 zusätzlich direkt per WLAN von Amazon Music Unlimited, Apple Music, Beatport, SoundCloud Go+ und TIDAL, sodass ein DJ ein Set aufbauen, Stems extrahieren und Lichteffekte über die integrierte SoundSwitch-DMX-Steuerung und mehr als 40 interne Effekte fahren kann, alles ohne einen Laptop zu öffnen.
Für wen ist das Gerät eigentlich gedacht?
Bei 2.599 US-Dollar ist der PRIME 4 G2 kein Impulskauf fürs Wohnzimmer, sondern richtet sich direkt an mobile und Club-DJs, die die Zuverlässigkeit fester Hardware einem Laptop-plus-Controller-Setup vorziehen, sowie an Festival- und Eventbetreiber, die etwas brauchen, das hochfährt, sich mit Streaming verbindet und sofort funktioniert.



