Warum zählt 'Insomnia' noch immer?
Weil es das Eine schafft, dem jeder Produzent nachjagt und das fast niemand landet: einen Breakdown, den das ganze Feld zurücksingt. Faithless brachten ihn 1995 heraus, Maxi Jazz murmelte I can't get no sleep über Sister Bliss' Keys, dann kommt dieser Aufbau, und eine Menge von 1995 verliert den Verstand genau so, wie es eine Menge von 2026 noch immer tut. Es war die seltene Platte, die zugleich in einem Rave, im Radio und in einem Stadion lebte, und dreißig Jahre später ist der Drop keinen Tag gealtert.
Was steckt wirklich in der Neuauflage?
Die Kampagne zum 30. Jubiläum stellt den Track ordentlich zurück ins Regal. Es gibt ein orangefarbenes 12-Zoll-Vinyl, für die Sammler in eine originalgetreu gestanzte Cheeky-Records-House-Hülle gesteckt, eine Picture Disc und eine digitale EP, die die klassischen Mixe versammelt, darunter Armand Van Heldens European Vacation Mix neben dem Original. Es ist eine Ehrenrunde, und eine verdiente: Dieser Song verkauft sich von selbst, jedes Mal, wenn eine Festival-Lichtanlage über dem Aufbau innehält.
Wo stehen Faithless heute?
Verändert, und ehrlich darüber. Maxi Jazz, die Stimme der Gruppe, starb 2022, und Sister Bliss und Rollo haben den Namen weitergetragen, statt ihn wegzulegen. Sie sind mit einem achten Album, 'Champion Sound', unterwegs und haben zwei große Open-Air-Shows für den Sommer gebucht, was die richtige Art ist, eine solche Hymne zu feiern: nicht als Museumsstück, sondern als etwas, das noch immer laut ist.
Manche Platten prägen einen Sommer. 'Insomnia' hat etwa dreißig davon geprägt.



