Was ist FOURTH WORLD?
Im zwölften Jahr überließ das Knockdown Center am 3. Juli seinen gesamten Komplex FOURTH WORLD, eine einzige durchgemachte Nacht von 22 bis 6 Uhr auf fünf Bühnen. Die Ansage ist schlicht und stur: jeder Name auf dem Plakat kommt aus New York. Über 30 DJs und Live-Acts, kein eingeflogener Headliner ganz oben.
Warum nur lokale Acts buchen?
Weil der Rest des Kalenders das Gegenteil tut. Die meisten Festivals dieser Größe drehen sich um ein paar importierte Namen, die das Budget auffressen, während die lokale Szene früh und billig spielt. FOURTH WORLD dreht das um. Das Line-up reicht von Veronica Vasicka und Julia Govor bis zu Russell E.L. Butler, Via App und JADALAREIGN, und zwei der fünf Bühnen gehören Live-Sets und einem kompletten Ambient-Raum, jener beatlosen Programmierung, die sonst eine Ecke bekommt, keine Bühne.
Dann ist da das Kleingedruckte, das verrät, für wen das Ganze ist: ein Synth-Streichelzoo der Synth Library, lokale Stände und gratis Hot Dogs. Nichts davon lässt sich in einen Sponsorendeal verwandeln. Es ist für die Leute im Raum gemacht.
Warum ist das wichtig?
Während Headliner-Gagen und Pay-to-Play-Deals Saison für Saison steigen, ist FOURTH WORLD der Beweis, dass ein mittelgroßes Festival einen Raum mit der eigenen Szene, der eigenen Kuration und dem eigenen Charakter füllen kann. Es tut das seit zwölf Jahren und hat Acts wie Yaeji und Galcher Lustwerk gebucht, bevor der Rest der Welt aufholte.



