Was genau ist der Slim 21?
Der Slim 21 ist das neueste Continuum Fingerboard von Haken Audio, eine expressive MPE+-Spieloberfläche, die Tonhöhe, Druck und Fingerposition liest, statt feste Noten auszulösen. Sie vereint 21 Halbtöne, fast zwei Oktaven, in einem Gehäuse von 45 x 19 x 3 cm und 1,6 kg Gewicht, leicht genug für den Rucksack statt einen Flightcase. Jede Note läuft durch dieselbe EaganMatrix-Engine wie das Flaggschiff von Haken: virtuell-analoge, additive und physikalisch modellierte Synthese plus FM, alles in Echtzeit geformt durch die tatsächliche Fingerbewegung auf der Neopren-Oberfläche.
Warum ist ein günstigerer Continuum wichtig?
Hakens Continuum Fingerboard in voller Größe kostet 5.290 Dollar, die halbgroße Version 3.390 Dollar. Beide blieben teure Studiogeräte, die vor allem gut betuchten Komponisten auf Tournee vorbehalten waren. Der Slim 21 wird jetzt für 1.799 Dollar ausgeliefert, der günstigste Continuum mit voller Engine, den Haken je verkauft hat, und ergänzt eine Slim-Reihe, die bereits die größeren Modelle Slim46 und Slim70 umfasst. Das ist die eigentliche Geschichte: Diese kontinuierliche, fingerbasierte Ausdruckskraft, die seit zwanzig Jahren Ambient, Modularsynthese und ECM-nahe elektronische Musik prägt, kostet jetzt so viel wie ein guter Synthesizer und nicht wie ein Gebrauchtwagen.
Was bekommt man wirklich für 1.799 Dollar?
Jeder Finger wird von bis zu 12 unabhängigen Hall-Effekt-Sensoren erfasst, digitalisiert durch ultraschnelle Analog-Digital-Wandler, sodass Pitch Bend, Druck und die Klangformung von vorne nach hinten kontinuierlich gelesen werden, statt in MIDI-CC-Stufen. Das Gerät wird mit einem EVA-Transportkoffer, USB-C-Kabeln, zwei DIN5-MIDI-Adaptern und über 500 Presets geliefert, dazu Hakens eigene Editor-Software für macOS und Windows. Es bleibt ein Nischeninstrument für alle, die eine Note wie ein Geiger biegen wollen, nicht für einen schnellen Preset-Workflow, aber es ist der erste Continuum, der für ein Homestudio gedacht ist und nicht für eine Auftragsproduktion.



