Was ist an Mixbus 12 wirklich neu?
Die Hauptneuerung passt in eine Zeile, wiegt aber im Alltag schwer: ein DeNoiser und ein DeEsser sitzen jetzt auf jedem Kanal von Harrison Audios Mixbus 12, übernommen aus den Digitalkonsolen, die Harrison für Film und Rundfunk baut. Drumherum ergänzt das Update eine Cue-Seite, die bis zu 16 Audio- oder MIDI-Loop-Slots aufnimmt, neue MIDI-Werkzeuge zum Bauen von Akkorden per Typ-Auswahl und Grundton-Klick, Strip-FX per Drag-and-drop, die sich als Ketten sichern lassen, eine dunklere, kontrastreichere Optik im Stil der 32-Classic-Konsole und Multitouch unter Windows und Linux.
Warum ist diese Reinigung für Producer wichtig?
Weil House und Techno aus schmutzigem Material entstehen. Gesampelte Loops, Field Recordings, Vocals in einem Take: Sie kommen mit Rauschen, Brummen und Zischlauten, die man sonst in ein eigenes Plugin auslagert. De-noise und de-ess auf jedem Kanal heißt, die Quelle dort zu säubern, wo sie liegt, mitten im Mix, während man arbeitet. Darunter liegt der eigentliche Grund, Mixbus zu öffnen: der Harrison-32C-EQ auf jedem Kanal, jene Konsolenfarbe, die eine Standard-DAW nicht liefert.
Was kostet es, und für wen ist es?
Mixbus 12 Standard kostet 49,99 Dollar. Mixbus 12 Pro kostet 149,99 Dollar und ergänzt umschaltbare SSL-9000J-Dynamik und -EQ auf jedem Kanal sowie immersives Dolby-Atmos-Mixing. Zum Preis von zwei Plugins bekommt ein kleines Studio eine DAW, die zum Mischen wie an einem Pult gebaut ist, von einer Firma, die seit 50 Jahren Konsolen fertigt und nun zu SSL gehört.



