Was steckt auf dem Maree Bass EP?

Jacques Bon und Pit Spector haben das Maree Bass EP als vierteilige Session angelegt: „Breke", „House Delice", den Titeltrack „Maree Bass" und einen abschließenden Remix von „Maree Bass" durch Margaux Gazur. Es erschien am 3. Juli 2026 bei Live At Robert Johnson (Katalognummer PLAYRJC133 auf 12"-Vinyl, PLAYRJC133D digital), auf den eigenen Shop-Seiten des Labels als electronic, minimal, deep-tech und organic house eingeordnet.

Die Liner Notes des Labels beschreiben die Methode des Duos als ein klares, reduziertes Verständnis von Clubmusik: Produktionen, die präzise gebaut und formal klar definiert sind, aber emotional offen bleiben, und die Tiefe nicht durch Komplexität erzeugen, sondern durch Gefühl, Raum und Zeit. Im abschließenden Remix verdichtet Gazur, eine in Berlin lebende französisch-vietnamesische Klangkünstlerin, die dafür bekannt ist, Field Recordings und akustische Instrumente in ihre eigenen Produktionen einzuweben, genau diese Idee und bringt Intensität und Klarheit, ohne die emotionale Offenheit des Originals zu verlieren.

Eine musikalische Sprache, die Tiefe nicht durch Komplexität erzeugt, sondern durch Gefühl, Raum und Zeit.

Wer sind Jacques Bon und Pit Spector?

Bon leitet seit zehn Jahren den Pariser Ableger von Smallville Records, mit einem Katalog, der sich zwischen Deep House, psychedelischem Disco und experimenteller Elektronik bewegt; er hat auf Tim Sweeneys Label Beats In Space veröffentlicht sowie auf Mule Musiq, Kann und Giegling, und mit Christopher Rau sowie den Chicago-House-Pionieren Virgo Four koproduziert. Maree Bass ist sein zweites Release bei Live At Robert Johnson: Sein Fractals EP von 2019 kombinierte bereits zwei Originale mit zwei Remixen von Lauer.

Spector, bürgerlich Pierre Deniel, ist seit 2006 im Pariser Underground aktiv, kam über Klavier und Gitarre in Rock-, Jazz- und Reggae-Bands, bevor er dem Live-Trio Antislash beitrat. Er gründete 2013 Prospector Records und startete ab 2014 die gleichnamige Residenz-Party im La Machine du Moulin Rouge, dazu spielte und legte er im Rex Club, im Concrete und im Panorama Bar auf. Gazur, die Remixerin dieses EPs, hat selbst schon bei Bons Label Smallville veröffentlicht, was das EP in einem kleinen, vertrauten Kreis Pariser und Berliner Deep-House-Stammgäste hält.

Warum zählt die Veröffentlichung bei Live At Robert Johnson?

Live At Robert Johnson trägt den Namen des Clubs in Offenbach, direkt vor den Toren Frankfurts, und verbindet seit zwei Jahrzehnten den Sound dieses Clubs mit einem kleinen, konsequenten Release-Programm: Roman Flügel, Massimiliano Pagliara, Skatebard und Lauer, Tim Paris. Es ist ein Katalog, der auf Deep House und Minimal aufbaut und dabei Raum für Jazz-Phrasierung und Swing lässt, weit entfernt von der kälteren, generischeren Seite, die einen Großteil des heutigen Deep-Tech dominiert. Die Kollaboration von Bon und Spector unter Vertrag zu nehmen, setzt diese Linie fort, und dass Bon zum wiederholten Mal dabei ist, zeigt, dass das Label dort etwas gehört hat, das eine zweite Einladung wert war.