Wessen wird Alex Jukes konkret beschuldigt?

Alex Jukes, Gründer von Jukebox PR und Moderator des Podcasts "Loud & Unfiltered", erschien am 23. Juni 2026 vor dem Thames Magistrates' Court im Osten Londons und bekannte sich in allen Punkten nicht schuldig: vorsätzliches Würgen, Körperverletzung und Stalking, dazu ein separates Vergehen im Zusammenhang mit seinen Kautionsauflagen. Die Vorwürfe des Würgens und der Körperverletzung beziehen sich auf einen mutmaßlichen Vorfall vom 1. Februar 2026. Das mutmaßliche Stalking erstreckt sich über den Zeitraum vom 26. Mai bis zum 5. Juni 2026. Da es sich um schwerwiegende Anklagepunkte handelt, wurde der Fall an die Crown Court verwiesen; Jukes wurde gegen Auflagen auf Kaution freigelassen, und ein Termin zur Prozessvorbereitung ist für den 21. Juli 2026 am Wood Green Crown Court in London angesetzt.

Gegenüber Resident Advisor erklärte Jukes, die Vorwürfe beträfen "eine private Angelegenheit" und er werde sich "entschieden" vor Gericht dagegen wehren, weitere Kommentare lehnte er ab, solange das Verfahren läuft. Er hat sich in jedem Anklagepunkt für nicht schuldig erklärt, und nichts davon ist ein Schuldspruch: Gesichert sind bislang nur die Verweisung an die Crown Court und der Terminplan der kommenden Anhörungen.

Warum geht der Fall eines PR-Gründers die ganze Szene etwas an?

Jukebox PR wurde 2008 gegründet und zählt zu den bestvernetzten Agenturen der elektronischen Musikszene, mit Arbeit für mehr als 350 Festivals in über 40 Ländern; Jukes hat kürzlich Jukebox Ventures gestartet, einen Fonds mit einem Zielvolumen von 15 Millionen Dollar. Eine Agentur dieser Größenordnung sitzt an einer Schaltstelle, die das Publikum kaum je sieht: Sie steuert Presseakkreditierungen, mediale Erzählungen und oft auch die Beziehung zwischen Künstlern und Festivals. Wenn die Person an der Spitze dieses Apparats wegen Würgens, Körperverletzung und Stalking angeklagt ist, ist das keine rein private Sache mehr: Es stellt die Frage, ob Festivals, Labels und Medien wirklich prüfen, wem sie den Zugang zu ihren Künstlern und Journalisten anvertrauen.

Die Szene läuft fast ausschließlich über Ruf und Empfehlung, nicht über eine echte Überprüfung, und genau diese Lücke legt ein Fall wie dieser offen.

Wie geht es weiter?

Der Termin am 21. Juli 2026 am Wood Green Crown Court dient der Prozessvorbereitung, nicht dem eigentlichen Prozess, ein Urteil ist an diesem Tag also nicht zu erwarten. Bis dahin bleibt Jukes gegen Kaution auf freiem Fuß und gilt als unschuldig. Ob Festivals und Auftraggeber während des laufenden Verfahrens weiter mit Jukebox PR zusammenarbeiten, ist eine andere Frage als die juristische, und genau diese kann die Branche selbst beantworten.