Warum ist es wichtig, dass ein britisches Dance-Magazin in Lagos landet?

The Lab, Mixmags langjährige gefilmte DJ-Set-Reihe, machte sich einen Namen, indem Artists in London hinter die Plattenteller gestellt wurden, bevor das Format sich nach New York, Los Angeles und weiter ausbreitete. Am Samstag, dem 10. August, fand die allererste westafrikanische Ausgabe statt, und die Wahl fiel auf das Element House in Lagos, statt auf eine der Diaspora-Szenen in London, Paris oder Toronto, die sich sonst die erste Berichterstattung sichern, sobald es um "afrikanische elektronische Musik" geht. Allein diese Entscheidung ist die eigentliche Geschichte: Eine britische Institution behandelt Lagos endlich als Ursprungsszene und nicht als Thema, über das man aus der Ferne berichtet.

Wer hat wirklich gespielt?

Das Line-up stützte sich vollständig auf Leute, die die Tanzflächen der Stadt schon längst füllen. Momoda, der im Libanon geborene, in Barcelona ansässige DJ, beschloss einen Sommer voller Europatouren mit einem Headliner-Set aus seiner Mischung aus Afro House und Techno. Danach kam Icey, der im Raum keine Vorstellung brauchte: Er ist Resident im Element House und hat gerade sein erstes Release bei Defected Records veröffentlicht. Mixmag filmte und übertrug beide Sets live, und Iceys Set steht bereits auf dem YouTube-Kanal des Magazins.

Im Vorprogramm spielten Sons of Ubuntu, Dèjì und Weareallchemicals, drei Namen, die jeder Stammgast im Element House sofort erkennen würde, ein Beweis dafür, dass hier eine Szene präsentiert und kein eingeflogenes Headliner-Paket verkauft wurde.

Was ist das Element House, und warum dieser Club?

Das Element House bezeichnet sich selbst als Lagos' Zuhause für "erstklassige Dance Music", geführt vom Team hinter Spektrum Entertainment.

"Ein Team leidenschaftlicher Menschen, das die Musikszene von Lagos in den letzten neun Jahren gemeinsam geprägt hat."

So beschreibt sich der Club selbst, und genau das ist der entscheidende Punkt: Mixmag hat keine einmalige Party in einen zufälligen Raum geworfen, sondern sich mit einem Club verbunden, der bereits eine Geschichte hat.