Was kann der Nopia Mk1 eigentlich?

Der Nopia Mk1 dreht das klassische Keyboard-Prinzip um: Man drückt eine der zwölf Tasten seiner kapazitiven Multitouch-Fläche und bekommt einen kompletten Akkord, keine einzelne Note. Ein 12-Tasten-Tonal-Selector und ein Extensions-Rad erlauben es, exakt festzulegen, welchen Akkord man spielt, von einem einfachen C bis zu einem Cmaj7 oder Cmaj9, wobei man weiterhin strummen, bending oder einzelne Noten aus dem gewählten Akkord herausgreifen kann. Im Inneren laufen vier getrennte Klangmodule, Keys, Bass, Arp und Pad, auf einer hybriden Sample- und virtuell-analogen Engine, jedes mit eigenem dediziertem TRS-MIDI-Ausgang, um bis zu vier externe Geräte gleichzeitig anzusteuern.

Warum hat es drei Jahre gedauert?

Das argentinische Duo Martin Grieco und Rocío Gal veröffentlichte 2023 eine Prototyp-Demo, die in acht Tagen 2,6 Millionen Aufrufe sammelte, eine Zahl, die die meisten Gear-Marken selbst mit einem fertigen Produkt nie erreichen. Drei Jahre Entwicklung später bezeichnete Music Radars exklusive Vorschau im Juli 2026 die Produktionsversion als "praktisch fertig", und Grieco bringt es auf den Punkt: "Nach drei Jahren haben wir endlich ein Datum!"

"Es ist praktisch fertig."

Was bekommt man für 650 Dollar wirklich?

Die Vorbestellung startet am 15. September auf Kickstarter zum Super-Early-Bird-Preis von 650 Dollar, zuzüglich Steuern und Versand, eine Stufe, die bei viralen Crowdfunding-Launches erfahrungsgemäß schnell ausverkauft ist und meist deutlich unter dem späteren Verkaufspreis liegt. Das Gehäuse aus massivem Holz misst 41,5 x 23 x 3,5 cm und bietet ein OLED-Display, MIDI In/Out, USB-C, einen Sustain-Pedal-Eingang, Master- und Aux-Audioausgänge, eingebauten Looper und Arpeggiator sowie Onboard-Effekte (Filter, Delay, Reverb, Sättigung, Bandsimulation, Beat Repeat).