Was hat Prince Kaybee tatsächlich unterschrieben?
Prince Kaybee, der im Free State geborene Produzent Kabelo Motsamai, hat Universal Music South Africa verlassen und beim britischen Independent PLAYY. Records unterschrieben. Der Vertrag startet mit einer Single, «Heno Babayo», erwartet am 26. Juni: ein Afro-House-Stück aus geschichteten Percussions, melodischen Synth-Linien und gestapelten Vocal-Harmonien. Nach Jahren bei einem Major wählt einer der größten Dance-Künstler des Landes ein Label, das nur eine Sache macht.
Warum jetzt bei einem britischen Indie unterschreiben?
Weil alles am Timing hängt. Afro House steigt auf Beatport am schnellsten, und südafrikanische Produzenten sind der Motor dahinter. Ein Major wie Universal punktet mit Katalog und lokaler Schlagkraft, verkauft aber alles an alle. PLAYY. hat die letzten Jahre damit verbracht, seinen Namen fast vollständig rund um die Afro-House-Welle aufzubauen, also einen Promotion- und Vertriebsarm, der direkt auf den Exportmarkt zielt, den Kaybee jetzt anvisiert. Für einen Künstler, der darauf setzt, dass sein Sound reist, schlägt der Spezialist den Generalisten.
Das Interessante ist nicht die Single. Es ist die Wette: dass der globale Moment des Afro House ein Label belohnt, das nur Afro House macht.
Wer ist Prince Kaybee?
Kaybee gewann 2015 Masters of Spin auf SABC 1 und jagte einer Fußballkarriere bei Bloemfontein Celtic nach, bis eine Knieverletzung ihn zurück ins Studio schickte. Daraus machte er ein Jahrzehnt voller Hits, «Club Controller», «Banomoya» und «Uwrongo», Letzteres auf TIMEs Liste der 10 besten Songs 2020, dazu ein Regal voller South African Music Awards und eine Auszeichnung bei den Soundcity MVP. Er ist kein Neuling, der das Wasser testet. Er ist ein etablierter Name, der seine Spur für die nächste Phase wählt.



