Was ändert rekordbox 7.2.18 wirklich an der Hardware?

rekordbox 7.2.18, veröffentlicht am 18. August 2026, bringt einen wirklich neuen Kniff: Ein DJ kann sich jetzt direkt von einem angeschlossenen CDJ, XDJ oder All-in-One-System aus mit dem eigenen Spotify-Konto anmelden, über den in das Gerät eingebauten rekordbox-Login. Die Release-Notes von AlphaTheta sind bei der Voraussetzung konkret: Die Firmware des Geräts muss auf die neueste Version aktualisiert sein, bevor der Login-Bildschirm überhaupt erscheint. Einmal angemeldet, wird die Spotify-Bibliothek direkt im EXPORT-Modus des Geräts durchsuchbar und stöberbar, demselben Bildschirm, den man auch für eine per USB geladene rekordbox-Bibliothek nutzt.

Lässt sich jetzt also tatsächlich ein Spotify-Track vom CDJ abspielen?

Nein. AlphaTheta sagt es unmissverständlich, in denselben Release-Notes, die das Feature ankündigen: Spotify-Tracks können auf CDJ/XDJ oder All-in-One-Systemen über USB EXPORT oder LINK EXPORT nicht geladen oder abgespielt werden. Zweimal lesen, denn das ist die ganze Geschichte. Die Anmeldung gibt einem einen Spotify-Tab im Browser des Geräts. Sie gibt einem keinen Spotify-Track auf Deck 1. Ein DJ kann mitten im Set die Spotify-Playlist eines Kunden auf dem CDJ-Bildschirm durchscrollen und muss trotzdem zu einem USB-Stick, einem per LINK verbundenen Laptop oder einer ganz anderen App greifen, um den Track tatsächlich zu cuen und abzuspielen.

Die Anmeldung gibt einem einen Spotify-Tab im Browser. Sie gibt einem keinen Spotify-Track auf Deck 1.

Warum einen Login-Bildschirm bringen, der die Wiedergabe nicht freischaltet?

AlphaTheta versteckt nichts: Die Einschränkung steht in denselben Notes wie das Feature selbst. Die naheliegendste Erklärung ist unspektakulär: Spotifys Lizenzbedingungen haben es Drittanbieter-Apps nie erlaubt, eine abspielbare, DRM-freie Audiodatei zu exportieren, und CDJ/XDJ-Hardware spielt nur Dateien von USB oder LINK, niemals einen Live-Stream. Eine Anmeldung ohne Wiedergabe wirkt wie Leitungen, die für später verlegt wurden, nicht wie ein fertiger Workflow. Sie kommt zwei Versionen nach 7.2.16, das am 9. Juli Kompatibilität mit dem CDJ-1500X und dem XDJ-AN brachte, und 7.2.17, das am 30. Juli die LINK-EXPORT-Sicherheit verschärfte: ein Tropf von Version zu Version, der bislang kaum etwas daran ändert, was ein arbeitender DJ tatsächlich auf die Decks laden kann.