Warum ein Album über «Einheit» auf dem eigenen Label veröffentlichen?

Sara Landry hat ihr zweites Studioalbum angekündigt, «Divine Intervention», erscheint am 16. Oktober auf Hekate, dem unabhängigen Label, das sie seit 2021 selbst führt. Es folgt auf ihr 2024er Debüt «Spiritual Driveby», und sie beschreibt das Album als konsequente Fortsetzung, nicht als Neuausrichtung: «eine Fortsetzung dieses Gefühls, dass wir alle energetisch verbunden sind, und dass sich Sound nicht in Kategorien einsperren lässt», sagte sie über das Album.

Dass sie das von ihrem eigenen Label aus sagt, ist kein Nebendetail. Landry unterschrieb 2019 bei Mau5trap, dem Label von deadmau5. Zwei Jahre später verließ sie diesen Deal, um Hekate zu gründen, benannt nach der griechischen Göttin der Hexerei und der Kreuzwege, und veröffentlicht seitdem alles unter eigenem Namen darüber.

Was sagt die Zusammenarbeit mit Alex Farell über den Stand des Hard Techno?

Die dritte Single des Albums, «Angel Dust», featuret den britischen Hard-Techno-Produzenten Alex Farell, ihren häufigsten Kollaborateur auf dem Label. Farell hat bereits einen eigenen Track im Hekate-Katalog, «On My Mind» (HEK016), weshalb sich «Angel Dust» weniger wie ein Vorzeige-Feature liest und mehr wie die Fortsetzung einer Arbeitsbeziehung, die innerhalb des Labels gewachsen ist. Es folgt auf «Hands Up», eine Zusammenarbeit mit Alt8 im Juni, und «Shake That» im Juli, beide ebenfalls auf Hekate erschienen.

Bei diesem Album geht es darum, Menschen zum Tanzen zusammenzubringen.

Ist Hard Techno noch Underground?

Landry startet diesen Albumzyklus als amtierende weltbeste Hard-Techno-DJ laut DJ Mag Top 100 2025, und diesen Sommer spielte sie sowohl auf der Atmosphere Stage als auch auf der Mainstage von Tomorrowland. Weiter kann man sich von den Warehouse-Wurzeln des Genres kaum entfernen. Was sich nicht verändert hat, ist, wo sie ihre Musik veröffentlicht: keine Major, kein größeres Indie-Label, sondern derselbe kleine Kreis und dasselbe Label, das sie vor fünf Jahren aus dem Nichts aufgebaut hat. Für eine Szene, die ihren extremsten Sound auf den größten Festivalbühnen landen sieht, ist genau diese Entscheidung das Argument.