Was bringt das 2.5-Update wirklich?

Teenage Engineering behandelt seine Geräte gern wie lebende Produkte, und der EP-133 K.O. II hat gerade sein nützlichstes Upgrade erhalten. OS 2.5, erschienen am 24. Juni 2026 und kostenlos für jeden Besitzer, setzt voll auf class-compliant USB-Audio. Du steckst den K.O. II direkt an Rechner oder Telefon und bekommst Stereo-Audio rein, nutzbar als Live-Quelle wie zum Sampeln, dazu Stereo-Audio raus, um deine Patterns direkt in eine DAW aufzunehmen. Bei einem so taschentauglichen Sampler ist der Wegfall des separaten Interfaces ein echter Workflow-Wandel.

Darum herum liegen die Funktionen, nach denen seit dem Start gefragt wurde. Es gibt endlich einen Arpeggiator, in Oneshot und Legato. Samples lassen sich auf der Sound-Edit-Seite rückwärts abspielen. Gleichmäßiges Auto-Chop schneidet einen Loop mit einem Griff in gleiche Teile. Die Aufnahmequalität wird wählbar, die Mono-Sampling-Zeit steigt von 20 auf 40 Sekunden, und der Rest folgt leise: Timestretching, Sample-Cropping, eine Live-Anzeige der Wiedergabeposition und ein Stapel Fehlerbehebungen.

Warum zählt USB-Audio bei einem so kleinen Gerät?

Der K.O. II hat stets über seiner Größe gespielt, aber sauberes Signal rein und raus hieß Kabel, Adapter oder ein separates Interface. Das in die Firmware zu holen, macht aus dem Skizzenblock ein Gerät, auf dem man einen Track fertig macht. Du sampelst einen Stem vom Laptop, choppst ihn, sequenzierst ihn und schickst das Ergebnis über dasselbe Kabel zurück. Für alle, die leicht reisen oder den K.O. II als taktile, verspielte Front eines Software-Setups nutzen, ist das das fehlende Glied.

Zwei Jahre später fügt Teenage Engineering noch immer gratis die Funktionen hinzu, nach denen die Leute wirklich gefragt haben. Das ist seltener, als es sein sollte.

Lohnt sich der K.O. II 2026 noch?

Der Vorwurf wird das Timing sein: Arpeggiator und USB-Audio wollten viele schon am ersten Tag, und das Warten war lang. Doch die Antwort ist einfach. Ein 2024 gekaufter Sampler ist heute deutlich leistungsfähiger, ohne einen Euro mehr. In einem Markt, in dem jede Woche neue Hardware landet, verdient eine Marke, die das schon Besessene weiter vertieft, die Treue.