Was hat das Gericht eigentlich zugelassen?

Eine Bundesrichterin in Kalifornien hat eine landesweite Klasse zugelassen, das juristische grüne Licht, das eine Handvoll verärgerter Ticketkäufer auf einen Schlag zu Millionen macht. Die benannten Kläger, Jeanene Popp, Luis Ponce und Jacob Roberts, reichten das Aktenzeichen 22-cv-00047 schon im Januar 2022 ein und argumentieren, dass Live Nation und die Tochter Ticketmaster auf dem Erstverkauf der größten Häuser des Landes thronen und Servicegebühren verlangen, die kein Markt mit Wettbewerb dulden würde. Die zugelassene Klasse reicht bis 2010 zurück und umfasst im Erstverkauf gekaufte Tickets, direkt bei Ticketmaster oder einem Live-Nation-nahen Haus, unter den 500 größten Konzerthäusern des Landes.

Warum sollte einen House-Fan in Europa ein US-Fall kümmern?

Weil die Firma auf der Anklagebank nicht bloß ein amerikanischer Konzertveranstalter ist. Über Insomniac betreibt sie das EDC und einen dicken Teil des elektronischen Festivalkalenders, und ihr Booking- und Ticketmodell ist die Vorlage, die Veranstalter weltweit kopieren. Wenn ein Gericht die Rechnung hinter einer Servicegebühr vor eine Jury bringt, schaut jedes Festival zu, das einen zweistelligen Aufschlag auf den Nennpreis klemmt. Die Gebühren, über die du beim Bezahlen für eine Lagerhallen-Nacht oder ein Main-Stage-Set fluchst, sind genau das Verhalten, das laut dieser Klage ein Monopol aufgebläht hat.

Was passiert am Montag wirklich?

Wenn du die Kriterien erfüllst, bist du bereits in der Klasse: Es gibt nichts anzumelden. Der 6. Juli 2026 ist die Frist für den Austritt, den du nur wählen würdest, um dir das Recht auf eine eigene Klage zu sichern. Nichts zu tun heißt drinzubleiben, mit Anspruch auf das, was der Fall am Ende einbringt. Der Prozess ist auf den 6. Juli 2027 terminiert, ein volles Jahr später, und diese private Klage läuft auf eigenem Gleis, getrennt vom Kartellverfahren des Justizministeriums gegen dieselbe Firma.