Was unterscheidet dieses Jubiläum von einem simplen vollgepackten Plakat?
Das Warehouse Project wird dieses Jahr 20, zwei Jahrzehnte nach seiner ersten Saison in der ehemaligen Boddingtons-Strangeways-Brauerei im Jahr 2006. Die meisten Clubs feiern eine runde Zahl, indem sie noch mehr Headliner auf ein Plakat packen. Das macht das WHP auch: Seine Saison 2026/27 läuft von September bis Januar im Depot Mayfield, mit bestätigten Terminen von Solomun am 25. September, Overmono am 30. Oktober und Tiësto am 11. Dezember, neben bereits angekündigten Namen wie KI/KI, Hannah Laing und Duke Dumont. Das eigentliche Jubiläumsprogramm baut aber auf etwas auf, um das sich Clubs so gut wie nie kümmern: ein Archiv.
Warum eine Manchester-Doku auf fast ausgestorbenem Filmmaterial drehen?
Herzstück ist 'Twenty Years In Manchester', eine sechsminütige Dokumentation unter der Regie von Leigh Powis, gedreht über drei Nächte in der Stadt und geschnitten mit Aufnahmen und Statements echter WHP-Gäste und -Mitarbeiter. Ein Teil wurde auf einigen der letzten verbliebenen Kodak-Ektachrome-Rollen gedreht, einem Analogfilm, den Kodak praktisch eingestellt hat und der heute kaum noch zu bekommen ist. Die Premiere lief online am 29. Mai, Apple-Music-Abonnenten hatten 48 Stunden früher Zugang.
"20 Jahre zu erreichen, ist ein riesiger Moment für uns", sagt WHP-Mitgründer Sam Kendal.
Was steckt sonst noch im Archiv?
Apple Music Club beherbergt ein Archiv mit unveröffentlichten WHP-DJ-Sets aus zwei Jahrzehnten, dazu neue WHP26-Mixe in Spatial Audio. Eine neue Podcast-Reihe zur WHP-Geschichte gehört ebenfalls zum Programm, und im Herbst erscheint ein Printmagazin mit angeschlossenen Künstlern und Mitarbeitern. Im Sommer lief zudem eine kostenlose Open-Air-Fotoausstellung in The Avenue, Spinningfields, mit 35-mm-Aufnahmen, Polaroids und Kontaktabzügen aus zwei Jahrzehnten Clubnächten, die bislang niemand ernsthaft archiviert hatte.



