Wo genau findet dieses Festival statt?

Das Khoroum Valley liegt direkt vor den Toren von Sharm El-Sheikh, auf der Sinai-Halbinsel: ein natürliches Amphitheater, in die Wüste gegraben und von Granitformationen umrahmt, die direkt aus dem Sand ragen. Sasha und John Digweed führen die Rückkehr des Festivals vom 20. bis 22. November 2026 an, die zweite Ausgabe an diesem Ort nach einem Debüt 2025, das laut Veranstaltern bewiesen hat, dass der Standort funktioniert.

"Von Anfang an wussten wir, dass Khoroum Valley ein besonderer Ort für Zamna ist", sagte Amr Ismail von Khoroum Valley in der Ankündigung. "Die Ausgabe im letzten Jahr hat gezeigt, wie stark diese Kombination sein kann."

Die Kapazität springt laut Data Transmission auf 20.000 Personen, ein deutlicher Sprung für einen Ort, der erst seit einem Jahr Festivalmengen empfängt.

Wer steht wirklich auf dem Lineup?

Die erste Welle setzt klar auf Deep House und Progressive House statt auf die EDM-lastigen Headliner, die Wüstenfestivals sonst oft anziehen. Sasha und Digweed, das Duo hinter jahrzehntelangen Mix-Compilations aus der Renaissance-Ära und eines der angesehensten Back-to-back-Gespanne der Genre-Geschichte, führen das Line-up an. Daneben: Mind Against, das italienische Duo, dessen Melodic-Techno-Sets längst zum Festivalzirkus gehören; die ukrainische Produzentin Korolova; und der südafrikanische House-DJ SHIMZA, dessen Origins-Livestream-Reihe afrikanische Wahrzeichen zu globalen Bühnen machte. Laut Music Is 4 Lovers sollen vor November weitere Namen folgen.

Warum ein Wüstencanyon statt eines Beachclubs?

Zamna verkauft ebenso sehr Geografie wie Musik. Tagsüber bietet das Khoroum Valley Wanderwege und Beduinen-Camps; nachts verwandeln die Granitwände dieses natürliche Becken in ein eigenständiges Amphitheater, ganz ohne Strandkulisse oder eigens gebaute Bühne. Das ist eine andere Wette als die Ibiza-Kroatien-Balearen-Achse, die den Deep-House-Festivalkalender dominiert: Sasha und Digweeds Renommee sollen ein ernsthaftes Publikum an einen Ort locken, den die meisten Raver bisher nie in Betracht gezogen hätten.