Was ist Acid Drip genau?

Acid Drip ist eine kleine Acid-Groovebox, die du selbst baust. Lonesoulsurfer, mit bürgerlichem Namen Marcus Dunn, hat rund um den 18. Juni 2026 alle Dateien auf GitHub veröffentlicht, es gibt also nichts zu kaufen: du besorgst die Teile, lötest alles zusammen und lädst den Code. Das Gehirn ist ein Raspberry Pi RP2040, ein günstiger Dual-Core-Mikrocontroller, und der clevere Kniff besteht darin, beide Kerne gleichzeitig zu nutzen. Ein Kern betreibt einen Acid-Bass-Synthesizer auf Basis von "Badass Bass," einer quelloffenen Bass-Engine, die seit rund zehn Jahren im Umlauf ist. Der andere treibt eine Drum-Machine an, die auf Matt Bradshaws DrumKid basiert. Beide Engines stützen sich auf die Audio-Bibliothek Mozzi.

Wie spielt man sie eigentlich?

Ein 16-Schritt-Acid-Sequencer steuert die Bassline, während ein Groove-Generator mit 16 Pattern die Drums übernimmt, und beide laufen gemeinsam statt abwechselnd. Du programmierst und triggerst die Schritte über 16 Cherry-MX-Pads und formst den Klang live mit eigenen Reglern für Cutoff, Resonanz und Delay. Ein 320x240-ILI9341-TFT-Bildschirm zeigt an, was du gerade tust. Auf der Rückseite gibt es einen 3,5-mm-Hauptausgang und einen Sync-Eingang, sodass sich das Gerät in ein größeres Setup einfügt und im Takt bleibt.

Eine Acid-Box, bei der ein einziger Chip sowohl den Bass als auch die Drums herausquetscht, ist genau die Art findiger Hack, von der die Open-Hardware-Szene lebt.

Welche Version solltest du bauen?

Das Gerät auf den Fotos ist Version 1. Version 2 ergänzt ein zusätzliches Mixer-Potentiometer, das dir mehr direkte Kontrolle über die Balance zwischen Bassline und Drums gibt. Beide sind im selben Repository dokumentiert, du kannst dir also das bevorzugte Layout aussuchen, bevor du Löcher in ein Gehäuse bohrst.