Was hat AlphaTheta wirklich in den CDJ-1500X gesteckt?
AlphaTheta hat das Herz seines Flaggschiffs, des CDJ-3000X, genommen und in ein kleineres, günstigeres Gehäuse gepresst. Es gibt einen kapazitiven 10,1-Zoll-Touchscreen, acht Hot Cues, Beat Sync, Beat Jump und Beat Loop und dieselbe Art Wellenform, die Vocal-Passagen, Tempowechsel und Struktur vor dem Drop anzeigt. Zwei USB-Ports, einer USB-C und einer USB-A, sitzen in einem beleuchteten Frontschacht, und der Player versteht sich mit Plattenspielern und jedem Club-Mixer, passt also ohne Theater in eine bestehende Kanzel. Weg ist der Oberklasse-Preis: 1.599 Dollar gegen rund 2.499 beim CDJ-3000X.
Warum zählt die Cloud mehr als der Preis?
Die eigentliche Geschichte ist das integrierte WLAN. Der 1500X meldet sich per NFC aus der rekordbox-App an und zieht deine Bibliothek direkt aus rekordbox CloudDirectPlay, streamt dann Beatport, TIDAL und Apple Music, ohne dass ein Laptop in Sicht wäre. Für einen tourenden DJ heißt das: an einen gemieteten Player treten und die eigenen Kisten schon vorfinden. Diese Technik lebte bisher nur in den teuren Playern, jetzt sitzt sie in der günstigsten Standalone-Einheit der Marke seit dem XDJ-1000MK2.
Was ist CoBeat, und werden DJs es wirklich nutzen?
Die Vorzeigefunktion ist zugleich die umstrittenste. Der 1500X ist der erste Player mit CoBeat, einem Dienst, den AlphaTheta ab dem 9. Juli einschaltet: Das Publikum scannt einen QR-Code, wünscht Tracks und stimmt ab, und die Wünsche tauchen auf dem Display des Players auf. Hochzeits- und Mobil-DJs werden es lieben. Viele Club-DJs lesen "Publikumswünsche, direkt am Player" als kleinen Horror. Diese Spannung, Offenheit gegen Kontrolle über den Floor, ist genau die Debatte, die der 1500X gleich lostritt.
Ein Player für 1.599 Dollar, der deine Cloud-Kisten streamt und Wünsche vom Publikum annimmt, ist entweder der demokratischste CDJ bisher oder das Ende der Kanzel als abgeschlossener Raum. Wahrscheinlich beides.



