Chloé Caillet verbrachte den Sommer genau damit, was man von einer aufstrebenden Tech-House-Headlinerin erwartet: Main Stages, eine Residency auf Ibiza, ein Magazin-Cover. Ihre neue Single erzählt die andere Seite dieser Geschichte. 'After Dark' ist ab sofort über Ninja Tune erhältlich und handelt von dem Moment, in dem die Performance endet und die Nacht übernimmt.
Wie klingt 'After Dark' eigentlich?
Caillet nennt zwei konkrete Referenzen: New Yorker Club-Musik der 80er und French Touch, die zwei Sounds, die sie als Produzentin mehr geprägt hätten als alles andere. "'After Dark' ist eine reine Hommage an meine französischen Wurzeln," sagte sie im Pressematerial zur Veröffentlichung. "Der Track bringt diese French-House-Seite meiner Produktion raus, mit einem unaufhaltsamen Groove, der immer weiter wächst." Zur Stimmung, die der Track transportieren soll, sagte sie: "Es ist ganz simpel, aber wenn es dunkel wird, fallen die Masken und alle lassen los, und ich habe das Gefühl, dieser Track bringt einen dazu, ein bisschen den Kopf zu verlieren und auf der Tanzfläche alles zu geben."
Warum ist das die vierte Single von 'Dance Again'?
Ninja Tune veröffentlicht 'Dance Again' seit dem Sommer Stück für Stück: die Kollaborationen mit 'Myd', 'Bad Bara' und 'Lemme Dance' (Myd ist ein französischer Produzent mit Verbindung zu Ed Banger Records), dann 'Change' mit Luke Alessi, und jetzt 'After Dark.' Die komplette EP erscheint am 25. September. Caillet beschreibt das Projekt als bewusste Rückkehr zu einer Version ihrer selbst vor den Gagen und den Main Stages. "Jeder Song auf diesem Projekt ist eine Notiz an eine Zeit, in der ich einfach nur eine Raverin auf der Tanzfläche war, nicht in der DJ-Booth," sagte sie bei der Vorstellung der EP. "Bei dieser EP geht es darum, die Liebe und das Wesen dessen wiederzufinden, warum ich überhaupt angefangen habe, Musik zu machen."
Was macht Caillet gerade sonst noch?
Sie fährt die Promo keineswegs runter. Ihr Sommer umfasste die XTRA-Residency im Nocturna, einem neuen Club- und Audiophile-Raum im Keller eines Ibiza-Hotels, sowie ein DJ-Mag-Cover, in dem sie über ihre Rock-Wurzeln und Ambitionen jenseits des DJ-Booths sprach. Diese Woche spielt sie beim Creamfields in Cheshire, danach beim Audio Obscura in Rotterdam und beim Lost Village Festival im Norden Englands, ein Programm, das der Zeile 'einfach nur eine Raverin' Gewicht verleiht: eine schöne Geschichte, aber sie reiht Main Stages aneinander, nicht Warteschlangen am Einlass.
"Wenn es dunkel wird, fallen die Masken und alle lassen los."



