Was hat sich wirklich geändert?
Aus Chris Stussy ist Chris Stassy geworden. Am 18. August 2026 veröffentlichte der niederländische DJ und Produzent, bürgerlicher Name Niels Christian Steenbergen, ein Foto von sich vor einem Plakat mit der Aufschrift: "Ein Buchstabe, derselbe Kopf. Dieselbe Musik, dieselbe Energie. Danke für das 'U', jetzt kommt das 'A' für ein neues Kapitel." Innerhalb eines Tages hatten alle seine Accounts, Instagram, Spotify, TikTok, X, YouTube, das U gegen ein A getauscht. Chris Stussy hat sich diesen Namen über sechzehn Jahre aufgebaut, von Warehouse-Partys in Amsterdam bis zum DJ-Mag-Cover 2023, was diesen Wechsel so spät in der Karriere ungewöhnlich macht, erst recht ohne jede Erklärung.
Warum hat er das gemacht?
Er hat nichts gesagt, und genau das ist der Punkt. Fans durchforsteten die Kommentare und landeten bei der naheliegenden Theorie: ein unbestätigter Streit mit Stussy, der amerikanischen Streetwear-Marke, deren Name fast identisch klingt. Weder Stassy noch die Modemarke haben dazu irgendetwas bestätigt oder dementiert, es bleibt also Spekulation aus der Szene, kein Fakt. Direkt gefragt, warum er nicht etwas Näheres am Original wählte, wie "Chris Stuss", sagte er, diese Optionen seien "nicht unbedingt... möglich" gewesen, eine Nicht-Antwort, die das Rätselraten nur befeuert hat. Was er bestätigt hat: inhaltlich ändert sich nichts, nur die Schreibweise.
"In diesen sechzehn Jahren ist daraus so viel mehr geworden als nur ein Name. Es sind die Shows, die Musik, und vor allem die Community, die sich darum aufgebaut hat. Dafür bin ich am dankbarsten, und das bleibt alles bestehen."
Sein Label Up The Stuss und seine Partyreihe USS behalten ihre ursprünglichen Namen, eine bewusst gezogene Grenze zwischen der Künstlermarke und dem Geschäft, das er sich drumherum aufgebaut hat.
Wie geht es weiter?
Der erste Track von CHRIS STASSY unter dem neuen Namen, "U Know Me" mit Marz Fay, erscheint am 28. August auf seinem eigenen Label CSS, am selben Tag, an dem er wieder beim Creamfields spielt. Angeteasert hat er es mit einer Straßenaktion: einem Video, in dem er ein Pappschild mit der Aufschrift "Do you know me?" hochhält und Leuten kostenlose Gästeliste anbietet, wenn sie mit ihm reden. Seine N.A.M.E.-Partyreihe, ein Community-Konzept, führt am 22. August nach Birmingham und am 27. August nach Amsterdam, bevor er dieses Wochenende beim belgischen Festival Pukkelpop seinen ersten Auftritt unter dem neuen Namen hat, gefolgt von Terminen auf Ibiza bei Circoloco, Music On und Metamorfosi.



