Wovon handelt The Late Utopians?

Es folgt Emma, einer Musikjournalistin, die ihre Nächte tief in New Yorks Underground-Tanzszene verbringt, während das Amerika bei Tag um sie herum zerfällt, politisch und sozial. Das Stück bewegt sich auf der Linie zwischen Idealismus und Flucht und stellt die Frage, der sich jedes Nachtkind irgendwann stellt: Was kostet es wirklich, auf einem Dancefloor weiter einer besseren Welt hinterherzujagen? Von Autor und Regisseur Alfie Jones, gespielt von Lilly Walker, produziert von der Theatergruppe COGGIA.

Warum taucht ein Rave-Stück in Edinburgh auf?

Das Fringe ist das größte Kunstfestival der Welt, und der Rave streitet seit 30 Jahren dafür, dass er Kultur ist und nicht bloß ein Abend aus. Den Underground auf eine Fringe-Bühne zu bringen, gehört zu diesem langen Streit. The Late Utopians feiert am 5. August im Iron Belly Premiere, im Underbelly Cowgate, und läuft täglich bis zum 30. August, spielfrei am 18. Es ist COGGIAs Rückkehr an den Ort nach 2025, und das Stück stand auf der Shortlist für den Charlie Hartill Award, mit dem das Fringe neue, sehenswerte Arbeiten markiert.

30 Jahre später beharrt der Underground weiter darauf, Kultur zu sein. Jetzt spricht er beim größten Kunstfestival der Welt vor.

Trifft es die Szene wirklich?

Das ist das Risiko bei jedem Rave auf der Bühne: Das Theater verklärt den Club gern, und Kenner riechen die Fälschung schon an der Tür. Die Handlung in ein zerrissenes Amerika zu setzen, gesehen durch eine Journalistin, die zugleich drin ist und beobachtet, ist wenigstens ein ehrlicher Rahmen. Ob es den Schweiß, die Langeweile und den Comedown um 6 Uhr morgens einfängt oder nur die Stroboskop-Montage-Version, ist das, was man im Blick behalten sollte, wenn im August die Kritiken kommen.