Was genau hat Monika Kruse angekündigt?

Am 31. August teilte Monika Kruse ihren Followern auf Instagram mit, dass sie nicht bei Tanzen im Grünen auftreten werde, der Open-Air-Techno-Reihe in Nürnberg, für die sie an diesem Samstag, dem 5. September, gebucht war. In ihren eigenen Worten: „Meine Angststörung ist leider mit voller Kraft zurückgekommen.“ Sie beschrieb körperliche Symptome und eine tiefe Erschöpfung und sagte, ihr fehle die Kraft, ein Set auf dem Niveau abzuliefern, das sie von sich selbst erwartet. Also sagte sie ab, statt es zu erzwingen.

„Meine Angststörung ist leider mit voller Kraft zurückgekommen.“

Warum wirkt das anders, wenn es von ihr kommt?

Monika Kruse legt seit 1991 auf. Sie gehörte zu den Artists, die Münchens frühe Raveszene mitprägten, zog 1997 nach Berlin und gründete dort im Jahr 2000 ihr Label Terminal M. Das sind mehr als drei Jahrzehnte Flüge, durchgemachte Nächte und ein Release-Kalender, der kaum je pausiert. Sie hatte zuvor bereits erzählt, seit 2022 mit dieser Angststörung zu leben. Neu ist diese Woche, dass sie sich nicht still zurückgezogen oder sich auf Adrenalin durchgekämpft hat, sondern öffentlich abgesagt und den Grund beim Namen genannt hat.

Wie hat die Szene reagiert?

Techno-Veteranen wie Ellen Allien, Chris Liebing und Len Faki, die selbst auf ähnlich lange Tourjahre zurückblicken, reagierten öffentlich mit Unterstützung statt Schweigen, und auch die Kommentare unter ihrem Post füllten sich mit derselben Geste. Das macht die von ihr beschriebene Erschöpfung nicht ungeschehen. Aber es ist ein seltener, sichtbarer Bruch mit einer Tourkultur, die Absagen sonst als Karriererisiko behandelt und Burnout als etwas, das man abseits der Bühne regelt.