Wo führt die Emotional-Junglist-Tour eigentlich hin?

Nia Archives eröffnet in Japan, am 9. September in Osaka und am Folgetag im Zepp Shinjuku in Tokio, bevor die Tour Anfang November nach Nordamerika zurückkehrt: das Fonda Theatre in Los Angeles (6. November), die Regency Ballroom in San Francisco (8. November), Montreal (10. November), Toronto (11. November) und die Webster Hall in New York (13. November). Die Großbritannien-Etappe beginnt am 22. November im Barrowland Ballroom in Glasgow, geht weiter über Rock City in Nottingham (24. November), das Prospect Building in Bristol (25. November), die Alexandra Palace in London (26. November) und die Aviva Studios in Manchester (28. November). Das europäische Festland folgt Anfang Dezember mit Berlin, Amsterdam, Schaerbeek (Brüssel) und Paris, vor einem Termin in Dublin am 8. Dezember. Die Tour endet im Januar 2027 in Australien, mit dem Forum in Melbourne am 6. und dem Metro Theatre in Sydney am 7. Neunzehn Shows auf vier Kontinenten, für eine Künstlerin, die vor fünf Jahren noch in Jungle-Nächten in Leeds auflegte.

"Ich freue mich riesig, die Live-Show in eine Stadt in deiner Nähe zu bringen", schrieb Nia Archives bei der Ankündigung der Tour.

Warum zählt eine Mercury-Prize-Nominierung für ein Jungle-Album so viel?

Jungle war schon immer ein rein britischer Sound, entstanden in Bradford, Leeds und auf Londoner Piratensendern, Breakbeats jenseits von 160 bpm, gemacht für den Ravedancefloor und fast nie als eigenständiges Headliner-Genre exportiert. "Emotional Junglist" ändert das: Das Album stieg auf Platz eins der offiziellen britischen Dance-Charts ein, bringt Beiträge von Sampha und Jorja Smith mit und schaffte es neben elf weiteren Alben auf die Shortlist für den Mercury Prize 2026, dessen Gewinner am 22. Oktober in der Utilita Arena in Newcastle bekanntgegeben wird. Dass ein Jungle-Album die Aufmerksamkeit einer derart etablierten Institution bekommt, ist schon selten. Dass eine Jungle-Künstlerin danach Theater- und Festivalhallen von Tokio bis Sydney bucht, ist noch seltener, und es ist das bislang klarste Signal dafür, dass das Publikum des Genres längst über die britische Rave-Szene hinausgewachsen ist, die es hervorgebracht hat.

"Ich freue mich riesig, die Live-Show in eine Stadt in deiner Nähe zu bringen."

Was passiert, bevor die Tour startet?

Das Mercury-Prize-Urteil steht zuerst an, am 22. Oktober, einen Monat bevor Nia Archives überhaupt Glasgow erreicht. Ob sie gewinnt oder nicht, die Größe der Säle, die sie gebucht hat, allen voran die Alexandra Palace, ist bereits eine Wette: Jungle kann Räume füllen, die seine Szene früher nie gebucht hätte.