Warum braucht eine Synth-Messe mehr Platz?
Roma Modulare ist Forte Trionfale entwachsen, der befestigten Militäranlage am westlichen Stadtrand Roms, die 2024 Gastgeber war. Für 2026 zieht die Messe ins L'Opificio Italiacamp um, ein umgebautes Industriegebäude im Viertel Ostiense-Marconi, näher am Zentrum und genau auf die zweitägige Messe zugeschnitten, zu der Roma Modulare geworden ist. Die Fläche bleibt mit rund 900 Quadratmetern etwa gleich, aber statt einer Festung gibt es jetzt eine Halle mit Garten, der für Live-Sets bis Mitternacht gebaut ist.
Der Umzug ist wichtig, weil es sich nicht um eine Veranstaltung handelt, die sich ihre Relevanz erst noch erarbeiten muss. Die Ausgabe 2024 in Forte Trionfale zog bereits mehr als 80 Ausstellerstände an, und die Veranstalter melden für dieses Jahr rund 50 Aussteller, die 80 Marken vertreten, ein Beleg dafür, dass Roma Modulare zu einem festen Termin im europäischen Synth-Messekalender geworden ist und kein einmaliger Glücksfall.
Wer ist wirklich vor Ort?
Die Ausstellerliste setzt klar auf die großen Namen der Modular- und Desktop-Synthesizer-Welt: Moog Music, Sequential, Oberheim, Korg, Elektron, Arturia, Teenage Engineering und Waldorf Music sind bestätigt, dazu die Eurorack-Spezialisten SOMA Laboratory und Xaoc Devices. Auch die Profi-Audio-Seite hat Gewicht, mit Genelec, Rupert Neve Designs, Solid State Logic und RME vor Ort, was die Messe ebenso zu einem Termin für arbeitende Toningenieure wie für Modular-Fans macht.
Genau diese Mischung, große Synth-Marken neben kleinen Eurorack-Herstellern neben Studiomonitor-Herstellern, ist die Wette der Veranstalter: ein Raum, in dem ein Produzent einen Moog testen, drei Schritte weiter ein handgebautes Modul aus einer Zweipersonen-Werkstatt in Osteuropa ausprobieren und danach Genelec- gegen PMC-Monitore vergleichen kann.
Was läuft neben den Ausstellerständen?
Roma Modulare setzt über beide Tage mehr als 15 Vorträge und Produktpräsentationen an, dazu ein Live-Programm von über 20 Stunden: Zu den bestätigten Künstlern zählen Motja, Mepoe, Gianfranco Marongiu, Sonobe und Neuroloop, die im Garten der Location vom frühen Nachmittag bis Mitternacht Modularsets spielen, an beiden Tagen. Das Tagesticket kostet 18 Euro, der Zweitagespass 27 Euro, unter 16-Jährige kommen kostenlos rein.



