Bloc war nie nur ein weiteres britisches Wochenend-Festival. Seit 2007, als es im Pontins Hemsby startete, baute sich das Festival einen Ruf auf, den sich viele Booker wünschen würden: Es buchte Namen, die andere sich noch nicht trauten, oben aufs Lineup zu setzen, inmitten eines Caravan-Chaos, das zu seiner eigenen Legende wurde. Dann, etwa ein Jahrzehnt später, war Schluss. Zehn Jahre lang gab es kein Bloc mehr.

Jetzt gibt es wieder eines, für eine Nacht. Am Samstag, 6. März 2027, kehrt Bloc für eine Jubiläumsnacht zum 20. Geburtstag im The Cause in den Londoner Docklands zurück, von 14 bis 6 Uhr morgens, wie Data Transmission berichtet. Die Veranstaltung wird ausdrücklich als einmalige Sache angekündigt, nicht als Neustart.

Warum ist Jeff Mills der Headliner und nicht nur ein weiterer Name auf dem Plakat?

Wegen der Geschichte, nicht nur wegen des Status. Laut Data Transmission hat Jeff Mills mehr Bloc-Headline-Sets gespielt als jeder andere Künstler in der gesamten Geschichte des Festivals, was seine Rückkehr weniger zu einer Buchung als zu einer Kontinuität macht: die eine Konstante durch alle Versionen von Bloc, die wirklich zählten. Neben ihm spielt Leftfield zum allerersten Mal bei Bloc, Neil Barnes an den Reglern, und Egyptian Lover bringt ein Live-Electro-Set, das Veranstalter kaum je aus ihm herausbekommen.

Der Rest des Lineups liest sich wie eine Zeitkapsel des britischen Undergrounds, nicht wie ein gewöhnliches Festival-Lineup: British Murder Boys (Surgeon und Regis) spielen live, und die B2B-Paarungen, DJ Storm und Tasha, Tama Sumo und Lakuti, Steve Davis und Kavus Torabi, sind genau die Art von Kombination, die es nur gibt, weil die Booker genau wissen, wer damals im Raum stand, wie The Quietus bestätigt.

Hält die Nachfrage mit der Nostalgie Schritt?

Am ersten Tag schon. Mehr als 1.000 Tickets wurden laut Data Transmission innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Ankündigung verkauft, für eine einzige Nacht, ohne zweiten Termin und ohne Camping-Chaos als Ausweichoption. Das The Cause selbst, eine ehemalige Guinness- und Tetley-Fabrik, die in den Docklands zu einer Warehouse-Location umgebaut wurde, ist weit entfernt von den Pontins-Bungalows, in denen sich Bloc einen Namen machte, und genau das ist der Punkt: Es geht nicht darum, das alte Format wieder aufzubauen, sondern um eine einnächtige Hommage an das, was dieses Format hervorgebracht hat.

Bloc kehrt für eine einmalige Jubiläumsnacht zurück, nicht für einen Neustart des Festivals.

Was passiert nach dem 6. März?

Nichts ist angekündigt. Beide Medien stellen diesen Abend ausdrücklich als einmaliges Jubiläumsevent dar, zehn Jahre nach dem letzten Bloc-Festival, ohne jeden Hinweis auf eine Rückkehr zu einem wiederkehrenden Wochenend-Format.